5 Fragen, die du beantworten solltest, wenn du deine Idee umsetzen willst

Woran erkenne ich eigentlich, ob meine Idee gut ist?

Vielleicht hattest du schon mal eine Idee, die richtig, richtig gut war. So gut, dass du sie keinem Menschen erzählt hast, aus Angst, dass sie dir sonst „geklaut“ wird. Diese Angst ist sehr verständlich. Manchmal ist es auch wichtig, nicht über seine Idee zu sprechen, weil die Idee schutzrechtsfähig ist. In diesem Fall solltest du zur Patent- und Erfinderberatung gehen und dich beraten lassen, bevor du über deine Idee sprichst. Häufig stehst du dir bei der Umsetzung deiner Idee aber auch im Weg, wenn du sie geheimhalten willst. Es ist nämlich sehr wichtig, mit anderen zu sprechen, um die Idee weiterzuentwickeln und Feedback von anderen einzuholen.

Genau diese Möglichkeit bietet der UNIKAT-Ideenwettbewerb. Du kannst deine Idee auf drei Seiten beschreiben und dir professionelles Feedback von drei Gutachtern einholen. Heute fand die Prämierung der besten Ideen statt. Wieso ist es eigentlich so wichtig, sich dem Wettbewerb zu stellen und was können Gründer_innen dabei herausfinden? Wenn eine Idee im Kopf herumgeistert, ist es schwierig sie zu fassen.
Die Gliederung der Ideenskizze hilft dabei, die Idee zu strukturieren und dir über fünf grundlegende Fragen Gedanken zu machen. Welche sind das?

1. Marktliche Machbarkeit:
Gibt es überhaupt Kunden_innen, die das Produkt oder die Dienstleistung kaufen würden? Wird der USP, den das eigene Produkt oder die Dienstleistung gegenüber den Wettbewerbsprodukten hat, von den Kunden_innen überhaupt als relevant angesehen? Löst du ein bestehendes Problem oder schaffst du einen nachweislichen Mehrwert?

2. Wirtschaftliche Machbarkeit:
Lohnt sich die Umsetzung der Idee? Was genau sollte das Angebot der Kundin oder dem Kunden wert sein? Wem hilft deine Idee weiter? Reicht der Nutzen aus, die Kunden zu überzeugen?

3. Technische Machbarkeit: Ist die Idee umsetzbar? Mit welchem Aufwand ist die Idee umzusetzen? Welche Kosten und welcher zeitliche Aufwand entsteht dabei?

4. Alleinstellungsmerkmal/Unique Selling Proposition (USP): Hat die Idee ein (natürlich möglichst schwer kopierbares) Alleinstellungsmerkmal?

5. Warum gibt es dieses Angebot noch nicht? Hat bereits jemand versucht, die Geschäftsidee umzusetzen? Wenn ja, warum ist sie gescheitert? Wenn nein, gibt es möglicherweise weitere gute Gründe dafür, z.B. rechtliche Restriktionen, hohe Entwicklungskosten o.ä.?

Erscheint die Idee nach dem ersten Check wirtschaftlich machbar und umsetzbar, solltest du sie weiter konkretisiert und mit Anderen darüber sprechen. Eine Möglichkeit besteht darin, frühzeitig einen Prototypen zu erstellen, um potentielle Kunden_innen nach ihrem Feedback zu fragen. Ist das zu teuer oder handelt es sich um eine Dienstleistung, die nicht prototypisch getestet werden kann, gibt es andere Möglichkeiten.

Eine Möglichkeit, um zu testen, ob es Kunden_innen gibt, die für das Angebot auch Geld bezahlen, ist die regionale UNIKAT Crowdfunding-Plattform. Vom Kurzfilm, über den Bau eines Prototypen bis hin zur Theaterproduktion, sind hier viele Ideen möglich. Die Produkte müssen einen Bezug zur Universität Kassel haben oder regionale Projekte sein. Durch die Einnahmen kann dann die Produktentwicklung finanziert oder zumindest weiter vorangetrieben werden.

Hier erfährst du, welche Ideen in diesem Jahr beim UNIKAT-Ideenwettbewerb prämiert wurden.

Wenn du wissen willst, ob sich dein Projekt für Crowdfunding eignet:
5 Indizien, an denen du siehst, ob du dein Projekt über Crowdfunding finanzieren kannst

 

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