Jasmina – als Pioneer nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln

Was macht eigentlich… Jasmina aus Slowenien beim UNIKAT-Lab?

Jasmina ist als Pioneer nach Kassel gekommen, um vier Wochen beim UNIKAT-Lab mitzuarbeiten.  Das Programm „Pioneers into Practice“ bietet Fachleuten aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung Hospitanzen in ganz Europa an, um den Innovationsprozess im Bereich Klimawandel und Klimaschutz zu unterstützen. In diesem Jahr durchlaufen 17 Deutsche 4-6 wöchige Praxiseinsätze in ganz Europa. Ungefähr gleichviele Pioneers sind aus dem Ausland nach Deutschland gekommen. Eine von ihnen ist Jasmina.

Jasmina hat an der Universität in Ljubljana einen Abschluss in Architektur und Design gemacht und ihre Abschlussarbeit zum Thema „Application of computer circuit board in different fields of design, architecture and urbanism“ geschrieben. Dabei sind neben der wissenschaftlichen Arbeit auch echte handwerkliche Unikate entstanden. Mir fällt sofort ihr Ring aus Recycling Material auf. Jasmina hat das Metall alter Orgelknöpfe mit einer Platine zu dem Ring verarbeitet, den sie jetzt trägt. Wichtig ist ihr, Ideen zu entwickeln und Dinge miteinander zu verbinden, sodass unerwartete Ergebnisse entstehen. Platinen als Trägerelement für elektronische Bauteile sind für Jasmina allgegenwärtig und finden sich in vielen ihrer Arbeiten.

Jasmina, wieso hast Du Dich für das „Pioneer into Practice Programm“ beworben?
Mich interessiert „Green Architecture“ und die Verbindung von Wissenschaft und Design. Ich versuche, Dinge miteinander zu verbinden, um daraus unerwartete Ergebnisse zu erzielen. Ich mag es, Neues zu entwickeln und neue Möglichkeiten zu finden. Heute weiß ich, dass wir die Natur schützen müssen. Es ist wichtig, sich zu fragen, wer wir sind und was wir wollen. Wir müssen Lösungen schaffen, von denen alle profitieren und die dazu beitragen, dass wir in Übereinstimmung miteinander und mit der Natur leben. Wir alle und alles, was wir tun, steht miteinander in Verbindung. Ein Motto des Programms ist „Get out of your comfort zone and make innovation happen“. Das Motto hat mich angesprochen: Ich möchte neue Dinge ausprobieren und neue Wege gehen. Und ich möchte mitwirken, Menschen herausfordern, ihr Denken und Handeln im Umgang mit der Natur zu verändern.

Wie bist Du auf das Programm aufmerksam geworden? Wie war der Bewerbungsablauf?
Ich habe auf einer Veranstaltung eine Frau kennengelernt, die in Slowenien als Coach für das Programm arbeitet. Sie hat mich ermutigt, mich zu bewerben. Und dann ging alles ganz schnell. Zwei Tage später war der Bewerbungsschluss. Ich musste schriftlich verschiedene Fragen in englischer Sprache beantworten, anschliessend fand ein persönliches Interview statt. Aus über 200 unterschiedlichen Projekten konnte ich dann meine fünf Favoriten auswählen. Auch Stefan Rötzel vom UNIKAT Lab bekam meine Bewerbung und so kam ich nach Kassel.

Wie ging es dann weiter? Wie ist der Ablauf des Programms?
Als ich die Zusage bekam, habe ich mich um die Unterbringung und die Anreise gekümmert. Dann gab es in Ungarn ein dreitägiges Vorbereitungsseminar, in dem wir verschiedene Methoden zu Innovations- und Transformationsprozessen kennenlernten.  Dem „Gastgeber“, also dem UNIKAT Lab entstehen keine Kosten, außer der Betreuung und der Bereitstellung eines Arbeitsplatzes. Wir Teilnehmer können angefallene Kosten für Unterbringung, An- und Abreise und Essen bei Climate KIC geltend machen.

Es gibt eine Einzelaufgabe, die ich im UNIKAT Lab bearbeite und eine Gruppenaufgabe, die wir drei Pioneers aus Slowenien gemeinsam lösen müssen. Die Gruppenaufgabe erfordert den Austausch über eine Plattform, weil wir drei in unterschiedlichen Ländern eingesetzt sind. Meine Aufgabe hier in Kassel ist es, einen nachhaltigen Entwurf für ein Community-Raumkonzept zu erstellen. Meinen Vorschlag präsentiere ich dann den Geschäftsführern des Science Parks. Ich habe schon viele Ideen dazu. Im Oktober treffen sich dann alle Pioneers, die in Deutschland gearbeitet haben, in Frankfurt.

Was gefällt Dir an dem Programm? Was wünschst Du Dir für Deine Zeit hier?
Mir gefällt es sehr gut, dass der Fokus auf innovativem Arbeiten liegt. Wir arbeiten sehr multidisziplinär. Ich mag die Offenheit und die Bereitschaft zum Austausch der Ideen und die Zusammenarbeit. Ich freue mich, neue Erfahrungen zu machen und Ideen auszutauschen.

Wem würdest Du die Teilnahme an dem Programm empfehlen?
Das Programm ist gut für Professionals, die an Lösungen für Probleme im Bereich Klimawandel mitarbeiten wollen. Sie sollten ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit anderen teilen und Interesse haben, unterschiedliche Menschen aus ganz Europa kennenlernen.

Jasmina, vielen Dank für das Gespräch.

Bewerbungen als „Pioneer“ oder als „Host“ sind ab Frühjahr für 2017 möglich.
Infos zu den Voraussetzungen für eine Bewerbung gibt es hier.

 

 

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