Oliver Bracht: „Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig es ist, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen“

Foto: eodaWas bedeutet die Corona-Krise für Kasseler Startups? Wie verändert sich das Arbeiten und wie passen Gründungsteams ihr Geschäftsmodell an? Wir haben bei Oliver Bracht, Chief Data Scientist und Gründer von eoda GmbH nachgefragt!

Wie arbeitet ihr zurzeit?
Das gesamte eoda-Team agiert seit dem 16. März aus dem Home Office heraus. Seit vielen Jahren gehört Home Office zum Arbeitsalltag bei eoda und einige Kollegen arbeiten fast ausschließlich per Remote. Dieses Selbstverständnis, die gesammelten Erfahrungswerte und die gewachsene IT-Infrastruktur helfen uns in dieser außergewöhnlichen Zeit. Dadurch konnten wir die Reibungsverluste durch den geschlossenen Wechsel ins Home Office gering halten und in der Arbeit schnell wieder Fahrt aufnehmen.

Habt ihr Tipps für Tools zum Austausch und zum Arbeiten im Homeoffice?
Unser Austausch und unsere Organisation laufen aktuell nahezu vollständig über Microsoft Teams. Wir nutzen Teams sowohl für unternehmensweite Austauschmeetings, die tägliche Abstimmung in Form von virtuellen Stand-up-Meetings in den einzelnen Bereichen, als auch für den persönlichen Austausch zwischen einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Damit die persönliche Bindung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter der Home-Office-Zeit nicht leidet, hat unser HR-Team erste Formate abseits der täglichen Arbeit ins Leben gerufen. So stehen bereits digitale YOGA-Kurse und ein, natürlich auch per Remote stattfindendes, eoda Kneipen-Quiz in den Startlöchern.

Habt ihr euer Angebot an die Krise angepasst? Wie kann man euch derzeit unterstützen?
Die Beratung und der persönliche Austausch mit unseren Kunden sind elementarer Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Deswegen stand die vergangene Woche ganz im Zeichen der Anpassung unseres Angebots an die veränderte Situation. Zum Beispiel bieten wir unsere Data-Science-Trainings in nächster Zeit als Webinar an und werden auch geplante Workshops online abhalten. Hier erfahren wir eine große Bereitschaft unserer Kunden diesen Weg mitzugehen und gestartete Projekte – trotz Corona – weiter voranzutreiben. Darüber hinaus sind Messen und Konferenzen ein wesentlicher Bestandteil unserer Marketing-Aktivitäten. Auch hier spüren wir eine große Motivation, Veranstaltungen nicht einfach ausfallen zu lassen, sondern alternative, aktuell kompatiblere Formate zu schaffen.
Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig es ist, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Das vorhandene Datenpotenzial zu erschließen ist dabei eines der zentralen Themen. Deswegen würde ich die Frage umdrehen und anbieten, dass wir Unternehmen als Wegbereiter der Digitalisierung unterstützen können.

Was sind aktuelle Probleme die ihr habt?
Das größte Problem ergibt sich aus der Ungewissheit der aktuellen Situation. Wie lange bestimmt der Virus so massiv unser Leben und Arbeiten? Wie massiv werden die wirtschaftlichen Folgen? Welche positiven Auswirkungen haben die Hilfsmaßnahmen der Politik? Fragen, die sich aktuell wohl jedes Unternehmen und Startups im besonderen stellen werden.

Die Fragen stellte Jaana Kistner.

Weitere Interviews mit den Gründungsteams „K&K Stauden“, „Bunkerspilze“ und „STRAFFR“ zum Umgang mit der Krise findet ihr hier im Gründerblog.

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