Lyncronize : Vom IT-Beratungsunternehmen zum Plattformbetreiber

Foto: Fiona Sophie KörnerDer Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftspädagoge Dr. René Wegener hat nach seiner Promotion mit seinem Mitgründer Dr. Philipp Bitzer IT-Beratungsleistungen angeboten. Mittlerweile hat das 10-köpfige Team um das Startup Lyncronize eine Matching Plattform für IT-Dienstleistungen und digitale Projekte entwickelt und hilft IT-Firmen und Unternehmen dabei, datengetrieben zueinander zu kommen. Im März 2021 haben die Gründer eine Seedfinanzierung erfolgreich abgeschlossen.

Auf dem Gründerblog erzählt René, wieso sich der Fokus des Unternehmens geändert hat, welche Rolle der German Accelerator spielte und wie sich das Unternehmen heute finanziert. Außerdem beschreibt der Gründer die unterschiedlichen Facetten der Zusammenarbeit mit der Universität Kassel.

Mein Mitgründer Philipp Bitzer und ich haben am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik promoviert und nach Abschluss der Promotion ausgegründet. Der Fokus am Lehrstuhl von Professor Leimeister lag auf den Themen IT-gestütztes Lernen, eLearning und Wissensmanagement. Wir haben immer sehr angewandt geforscht und gemeinsam mit Unternehmen Produkte und Dienstleistungsangebote unter Usability-Gesichtspunkten entwickelt und dazu die wissenschaftliche Begleitforschung geliefert.

Als wir gründeten, besaßen wir keine Patente, hatten aber viel Erfahrungen im E-Learning und Knowledge-Management gesammelt. Wir starteten mit IT-Beratungsprojekten für regionale Unternehmen. Viele Kunden wünschten sich ein internes Knowledge-Management mit einer Art Expertenfinder: Software-Unterstützung, um interne Experten zu unterschiedlichsten Themen zu finden. Das war der erste Schritt von der Beratung zur Entwicklung eines Standardsoftwareprodukts.

Ende 2019 sind wir mit unserem Produkt in den German Accelerator ins Silicon Valley gegangen. Wir konnten dort unser Geschäftsmodell vor Investoren pitchen und uns in den Themen Investor Relations und Financing coachen lassen. Diese Zeit hat uns geholfen, unser Produkt und das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.

Heute hat sich unser Fokus verlagert: Wir bieten mit Lyncronize eine Matching-Plattform für IT- Dienstleistungen. Damit unterstützen wir z.B. mittelständische Unternehmen mit mehreren Mitarbeitenden, die häufig vor der Herausforderung stehen, dass sie entweder über- oder unterlastet sind und es für einzelne Personen gerade keine oder zu viele Projekte gibt. Auf unserer Plattform können sich diese Unternehmen registrieren und Kapazitäten suchen oder anbieten. Wichtiges Alleinstellungsmerkmal ist der Schutz der Daten, die erst dann ausgetauscht werden, wenn ein passendes Matching zustande gekommen ist.

Wir nutzen die Daten auch für die prädiktive Weiterbildung, d.h. wir analysieren, welche Skills Personen auf Basis ihres bisherigen Berufsverlaufs erwerben sollten, um in Zukunft möglichst gut ausgelastet und berufsfähig zu sein.

Aktuell kooperieren wir in drei Forschungsprojekten mit dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik an der Universität Kassel.

Was für uns hilfreich war?
#1 Netzwerk pflegen:
Frühe Projektaufträge kamen durch Partner aus dem regionalen und universitären Netzwerk.
#2 Team erweitern:
Kontakt zum wissenschaftlichem Nachwuchs ist für ein innovatives, technologieorientiertes Unternehmen wie unseres extrem hilfreich.
#3 Gemeinsam forschen:
Es gibt eine Reihe interessanter Forschungsprogramme, bei denen man im Verbund mit Universität, Unternehmen und Startups zusammenarbeitet und gemeinsam neue Ideen und Impulse entwickeln kann.

Aufgezeichnet von Gabriele Hennemuth
Foto: Fiona Sophie Körner

Hier gehts zum Beitrag:
“German Accelerator – Macht euch so früh wie möglich Gedanken über die globale Expansion”
“Manuel Bork: Mit DEM Team wäre ich immer wieder bei Yatta dabei!”

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